Micro-SIM-Karte

Jüngere Nutzer von Mobilfunkgeräten werden es nicht mehr wissen, aber es gab tatsächlich eine Zeit, in der SIM-Karten die Größe von Scheckkarten hatten. Doch geht der Trend im gesamten Mobilfunkbereich zur beständigen Verkleinerung und zu leichteren, schmaleren Geräten. Auf die Mini-SIM-Karte mit dem Format 25 × 15 mm folgte die Micro-SIM-Karte, die in absehbarer Zeit durch die Nano-SIM ersetzt werden könnte. Bisher führte allerdings nur Apple die Nano-SIM ein. Die Größe ausgenommen hat sich dagegen wenig verändert; die Micro-SIM-Karte ist nach wie vor das Herzstück jedes Handys, das einen Speicher und die erforderlichen Daten und Toolkits umfasst. Die Einführung erfolgte zeitgleich mit der Entwicklung von UMTS. Das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) prognostizierte bereits in den späten 1990er Jahren, dass zukunftsfähige Geräte kleiner ausfallen und entsprechend auch kleinere SIM-Karten erforderlich sein würden. So wurden die UICC (Universal Integrated Circuit Card) und die Mini-UICC parallel entwickelt. In älteren Geräten kann die Micro-SIM-Karte mit einem speziellen Adapter genutzt werden. Wer dagegen eine Standard-SIM-Karte auf Micro-Format zuschneiden möchte, findet dafür im World Wide Web diverse Anleitungen.

Abmessung der Micro-SIM-Karte

Die Micro-SIM-Karte wird auch als dritte Generation der SIM-Karten bezeichnet oder als 3FF SIM-Card. Mit ihren Maßen von 12 mm X 15 mm benötigt sie weniger als ein Viertel des Platzes, den eine Karte der ersten Generation beanspruchte. Und auch ein Vergleich zur Mini-SIM-Karte fällt in puncto Größe positiv für die Micro-SIM-Karte aus. Dabei bietet sie die gleiche Funktionsfähigkeit. Die Micro-SIM-Karte wird noch nicht in allen mobilen Geräten verwendet; wer sie benötigt, kann sich vom Mobilfunkanbieter entweder eine neue Karte – meist kostenpflichtig – zusenden lassen oder selbst zur Schere greifen, um die alte Mini-SIM-Karte auf die richtigen Maße zu bringen.

Micro-SIM-Karte selbst zuschneiden?

Da außer der Größe kein Unterschied zur Mini-SIM-Karte besteht, liegt die Kunst des Zurechtschneidens darin, den enthaltenen Chip so herauszutrennen, dass er nicht beschädigt wird. Möglich ist dies auch deshalb, weil von den insgesamt acht Kontakten auf der SIM-Karte für den Betrieb nur sechs gebraucht werden. Wer die Investition nicht scheut, kann sich einen Micro-SIM-Locher zulegen, mit dem die Micro-SIM einfach ausgestanzt wird. Da der Austausch der SIM-Karte bei einigen Anbietern aber kaum teurer ist als der Erwerb eines Lochers, lohnt es sich, zuvor einen Preisvergleich vorzunehmen. Kostenfrei, aber nicht ganz ohne Risiko ist es, einer Selbstbau-Anleitung zu folgen. Die im Netz aufrufbaren Anleitungen enthalten häufig auch eine Schablone, mit deren Hilfe das Zuschneiden erleichtert wird.

Mit welchen Geräten wurde die Micro-SIM-Karte eingeführt?

Den Anfang in der Nutzung von Micro-SIM-Karten machte das Unternehmen Apple, indem es das neue Format sowohl im iPhone 4 als auch im iPad verwendete. Anfänglich sah man darin einen Versuch, Kunden an bestimmte Provider zu binden. Doch zogen andere Gerätehersteller wie beispielsweise Nokia oder Motorola bald nach. So werden Micro-SIM-Karten mittlerweile auch in Smartphones wie dem Nokia Lumia 800, dem Motorola Razr HD, dem HTC One und in weiteren hochwertigen Geräten eingesetzt. Auch haben mittlerweile die meisten Provider Micro-SIM-Karten im Sortiment. In der Regel wählt der Kunde mit einem Tarif und/oder einem Gerät die passende Karte aus.