VDSL

Surfen, telefonieren, Filme schauen mit Very-High-Speed-Geschwindigkeit – das ist das große Versprechen der VDSL-Technologie, die in Deutschland seit 2006 vor allem von der Deutschen Telekom vorangetrieben wird. Damit VDSL in Zukunft flächendeckend angeboten werden kann, ist jedoch ein weiterer Ausbau der Netze erforderlich. Denn für den VDSL2-Standard werden zwar grundsätzlich die bisherigen Telefonleitungen genutzt, doch müssen Verteiler und die Anschlüsse bis zum Verbraucher neu eingerichtet werden. Somit ist VDSL auch im Jahr 2013 noch nicht in allen Regionen verfügbar; vor Abschluss eines entsprechenden Vertrages wird daher generell ein Verfügbarkeitstest durchgeführt.

Die 3 beliebtesten VDSL-Anbieter der Internetanbieter.com User

Telekom VDSL

Die Telekom bietet verschiedene Tarifmodelle
zum VDSL-Anschluss an; Interessenten
werden allerdings vor Auswahl eines Tarif-
modells auf die eingeschränkte Verfügbarkeit
hingewiesen.So sind VDSL-Anschlüsse mit
einer Datenübertragung von bis zu 50 Mbit/s
überwiegend in Großstädten verfügbar. Die
Call & Surf-Tarife werden als Komplettpakete
angeboten, die High-Speed-Geschwindigkeit
wird nach Erreichen eines festgelegten
Datenvolumens gedrosselt.

Zu Telekom VDSL

1&1 VDSL

Das Unternehmen 1&1 nutzt für seine VDSL-
Tarife das Netz der Telekom; daraus ergibt
sich, dass ein VDSL-Anschluss in denselben
Regionen verfügbar ist, in denen auch die
Telekom die Highspeed-Variante anbietet. Der
VDSL-Tarif umfasst eine Doppelflatrate mit bis
zu 50 Mbit/s (Internet und Telefon) sowie
weitere Sonderkonditionen. Vor dem Vertrags-
abschluss wird eine Verfügbarkeitsprüfung
durchgeführt und erst danach ist dann eine
Bestellung möglich.

Zu 1&1 VDSL

Vodafone VDSL

Vodafone bietet VDSL-Tarife mit Festnetzflat
und optional auch Internet-TV an. Statt wie
ursprünglich das Netz der Telekom zu nutzen,
arbeitet man derzeit am Ausbau eines
eigenen Hochgeschwindigkeits-Glasfaser-
netzes. Was bedeutet, dass einige Vodafone-
Kunden sich noch gedulden müssen, bis auch
in ihrer Region VDSL von Vodafone verfügbar
ist. Die Tarife werden als DSL-Tarifepakete
vermarktet, vor Abschluss wird eine Check
durchgeführt um die Verfügbarkeit zu ermitteln.

Zu Vodafone VDSL
BewertungVerfügbarkeitSpeedHDTVPreise
Vodafone deutschlandweit bis 50 Mbit/s ja ab 19,95 EUR weiter
1&1 deutschlandweit bis 50 Mbit/s nein ab 19,99 EUR weiter
Telekom deutschlandweit bis 50 Mbit/s ja ab 24,95 EUR weiter
M-net Regional
(1 Bundesland)
bis 100 Mbit/s nein ab 19,90 EUR weiter
EWE Regional
(3 Bundesländer)
bis 50 Mbit/s nein ab 24,95 EUR weiter
osnatel Regional
(2 Bundesländer)
bis 50 Mbit/s nein ab 29,95 EUR weiter
swb Regional
(1 Bundesland)
bis 50 Mbit/s nein ab 24,95 EUR weiter
Tele2 deutschlandweit bis 16 Mbit/s nein ab 19,95 EUR weiter
o2 deutschlandweit bis 50 Mbit/s nein ab 14,99 EUR weiter

VDSL Vergleich

Die Telekom ist der
bedeutendste Anbieter von
VDSL-Anschlüssen, hat aber
mittlerweile Konkurrenz durch andere
Unternehmen bekommen. Mit dem weiteren
Ausbau der Infrastruktur wird sich auch das
Tarifangebot zügig erweitern – es lohnt sich
also, die VDSL-Tarife nicht allein im Hinblick
auf Übertragungsgeschwindigkeit und
Volumen, sondern auch mit Blick auf Sonder-
konditionen zu vergleichen. Dann finden Sie
den optimalen Tarif für ihre Ansprüche und
sparen bares Geld.

Zum VDSL-Vergleich

VDSL Speedtest

Welche Übertragungs-
geschwindigkeit an Ihrem
Wohnort und mit Ihrem
Tarifmodell tatsächlich erreicht wird, zeigt
Ihnen rasch ein VDSL-Speedtest. Leider kann
ein solcher Test erst nach Einrichtung eines
VDSL-Anschlusses durchgeführt werden. Der
VDSL-Speedtest ist besonders dann von
Nutzen, wenn Sie mit Ihrem Anbieter eine
Testphase vereinbart haben oder extrem
große Abweichungen vom vereinbarten Tarif-
modell bzw. der gebuchten Geschwindig-
keit zu vermerken sind.

Zum VDSL-Speedtest

VDSL Verfügbarkeit

VDSL ist 2013 in einem
Drittel der bundesdeutschen
Haushalte verfügbar. In den
Großstädten ist die prozentuale
Verfügbarkeit deutlich höher als in ländlichen
Regionen. Die Provider bieten daher vor dem
Vertragsabschluss die Verfügbarkeitsprüfung
an. In der Regel reicht es hierfür aus, die
eigene Postleitzahl oder Vorwahlnummer
sowie Straße und Hausnummer in die
Eingabemaske des Verfügbarkeitstests
einzufügen. Das Ergebnis ist dann sofort
ersichtlich.

Zum VDSL-Verfügbarkeitscheck

VDSL-Technik

Für die Realisierung von VDSL-Anschlüssen wird die VDSL2-Technologie genutzt. Die Übertragung erfolgt über Kupfer- oder über Glasfaserkabel. Speziell bei der Datenübertragung per Kupferkabel kann es bei einer hohen Kabeldichte zu elektromagnetischen Störungen kommen, die als „Übersprechen“ bezeichnet werden. Um dies zu verhindern, wird die bisherige Technologie um das sog. VDSL2-Vectoring erweitert. Ein positiver Nebeneffekt: Die Übertragungsgeschwindigkeit kann noch gesteigert werden.

VDSL-Vectoring

Das VDSL2-Vectoring basiert auf einer Codierung der Kanäle nah beieinanderliegender Leitungen. Diese Codierung erfolgt im VDSL2-Vectoring-Modem des Verbrauchers, das vereinfacht gesagt, dem Verteiler über ein Signal mitteilt, welchen Kanal es nutzt. Das Problem: Damit das Vectoring funktioniert, muss ein Telekommunikationsunternehmen die Kontrolle darüber erhalten. Teilen sich mehrere Unternehmen einen Verteiler oder nutzt beispielsweise 1&1 die Verteiler der Deutschen Telekom, so ist Vectoring nicht möglich, da die Signale nicht ausreichend aufeinander abgestimmt werden können.

VDSL-Alternativen

Mit VDSL können theoretisch Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s erreicht werden, gegenwärtig stellen aber Anschlüsse mit maximal 50 Mbit/s die Regel dar. Hinzu kommt, dass VDSL nicht in allen Regionen verfügbar ist und der Ausbau sich noch hinziehen kann. Daher empfiehlt es sich, bei Bedarf nach Alternativen Ausschau zu halten. Als eine solche gilt die Internetverbindung via Kabel. Denn nicht allein der Ausbau der VDSL-Netze wurde in den vergangenen Jahren vorangetrieben, die Kabelanbieter investierten ebenfalls in ihre Infrastruktur und können somit Internetzugänge mit Highspeed-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Download anbieten. Lediglich im Upload zeigen sich starke Differenzen zu den VDSL-Angeboten. Triple-Play-Verträge – als Anschlüsse, die Telefon, Internet und Fernsehübertragung umfassen – können über verschiedene Kabelanbieter ebenfalls abgeschlossen werden. Die Zahl der Anbieter von Kabelverbindungen ist überschaubar – neben Kabel Deutschland sind hier vor allem regional ansässige Unternehmen zu nennen, deren Angebot auf ein bestimmtes geografisches Gebiet begrenzt ist.