Deutschland ist im europaweiten Homepage-Ranking nur auf Platz 6

Internet Studie:
Eine fehlende Internetpräsenz kostet Firmen bares Geld

Eine eigene Homepage steigert den Bekanntheitsgrad und damit den Gewinn

Als kundenorientiertes Unternehmen keine eigene Visitenkarte im Netz – sprich eine Homepage – zu haben, scheint in der vernetzten heutigen Welt auf den ersten Blick undenkbar zu sein. Und doch ist Deutschland im europaweiten Homepage-Ranking nur auf Platz 6. Gerade kleine Firmen – hier sei der typische Einmannbetrieb genannt – und Handwerksbetriebe haben hier Nachholbedarf.

Betriebe in ländlichen Gegenden unterschätzen häufig das Internet und werben oftmals noch mit der typischen Zeitungsannonce oder geben einen Eintrag bei den Gelben Seiten in Auftrag. Diese geraten jedoch immer mehr ins Hintertreffen; wer Informationen, Dienstleistungen oder Produkte sucht, nutzt inzwischen wesentlich häufiger und effizienter das World Wide Web. Möchte eine Firma wettbewerbsfähig bleiben, sollte sie dem Trend folgen, andernfalls gehen wertvolle Gewinne verloren.

Eine Firma, die sich Gedanken über eine mögliche Internetpräsenz macht, sollte sich als erstes mit der Frage auseinander setzen, warum es bisher keinen Anschluss gab. Diese ehrliche Selbstprüfung hilft, weiterhin objektiv und kritisch an die Webpräsenz heran zu gehen.

Anteil der Unternehmen in Deutschland mit Internetzugang in den Jahren 2005 bis 2012

Computer Grafik

Immer noch zu viele Firmen arbeiten ohne eigene Homepage.

Gründe für eine fehlende
Firmen-Homepage

Mann der Geld verliert

Ohne gute Homepage gehen Ihnen viele potenzielle Kunden verloren

  • Ein schneller Anschluss an das Internet fehlt

    Es gibt in Deutschland im DSL-Bereich immer noch so genannte „Weiße Flecken“ - hier handelt es sich um Gegenden, wo gerade mal eine Downloadrate von 1Mbit/s entsprechend der Grundversorgung möglich ist. Mit dieser Geschwindigkeit lässt sich eine Firma nicht wirkungsvoll im Netz präsentieren, zumal ein Internetshop nicht realisierbar ist.

  • Das Design und der Aufbau einer Internetseite ist aus
    subjektiver Firmensicht zu kostenintensiv

    Eine Homepage kostet Geld, allerdings kommt dieses bei guter Transparenz im Netz wieder rein. Daher: Die Website muss eine hohe grafische, technische und konzeptionelle Qualität aufweisen, um die objektive (hier arbeitet man zielgruppengerecht) und die subjektive (hier arbeitet man persönlich ansprechend; der Leser „wertet“) Wahrnehmung eines Kunden anzusprechen.

  • Man hat Sorge vor rechtlicher Unsicherheit

    Gerade Firmenneugründer scheuen sich vor den unendlichen Weiten der Paragraphen und betreiben lieber keine Website, bevor sie mit Abmahnungen etc konfrontiert werden. Abgemahnt kann nur der werden, der dazu einen Grund liefert. Hier kann ein spezialisierter Fachanwalt Abhilfe schaffen; diese Investition wird sich schnell positiv bemerkbar machen.

  • „Ich bin gut und brauche keine Werbung“

    Jeder bildet sich eine Meinung über das, was er beurteilen kann. Natürlich wird das eigene Können oder Produkt so hoch bewertet, wie nur möglich (potentielle „Kunden“ müssen dies auch sehen.). Allerdings kann ein Kunde, der ein Produkt nicht kennt, für dieses auch kein Geld ausgeben. Genau jetzt greift gute Werbung. Da die meisten Menschen heute im Internet unterwegs sind, ist hier der Kontaktaufbau über eine eigene Homepage überaus effektiv. Letztlich muss der potentielle Kunde dort abgeholt werden, wo er steht. Da die meisten Menschen über das Internet unterwegs sind, müssen sie genau dort für das eigene Produkt bzw. die eigene Dienstleistung gewonnen werden.

Wirtschaftliche Aspekte fehlender
oder zu langsamer Internetpräsenzen

Glühlampe als Baustein

Eine Visitenkarte im Netz ist
heute ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Unternehmen.

  • Ein langsamer Anschluss ist besser, als gar kein Anschluss

    Allerdings werden Chefs und Mitarbeiter sehr schnell ungehalten, wenn der Aufbau einer Internetseite mehrere Minuten dauert. Dies führt dazu, dass nur das Nötigste im Netz erledigt wird. Dementsprechend lieblos „zusammengezimmert“ sehen dann auch die Internetseiten aus. Hier verbleibt der Kunde nicht lange, Einnahmen gehen verloren. Ebenfalls ist an einen Technik spart Zeit Internetshop – der die Verkaufszahlen signifikant in die Höhe treiben kann – nicht zu denken. Auch tendiert das Firmeninteresse für neue Internettechnologien gegen Null, da diese fast ausschließlich auf eine schnelle Leitung aufbauen. Hier sei zum Beispiel die Cloud Computing Plattform, eine neue Technik für die Logistik-Branche,Heutzutage schaut gerade die jüngere Generation nicht mehr ins Telefonbuch.genannt. Eine IT-basierte Kommunikationsplattform sorgt dafür, dass bestimmte Computerprogramme und Datenspeicher bei Bedarf jederzeit über das Internet abrufbar sind. Transportunternehmen müssen Speicherkapazitäten und Software nicht mehr selbst zur Verfügung haben, sondern bekommen alles Wichtige virtuell geliefert. Durch diese effiziente Datenzusammenführung wird Geld und Zeit gespart.

  • Wer nicht auf sich aufmerksam macht, wird auch nicht gefunden

    Heutzutage schaut gerade die jüngere Generation nicht mehr ins Telefonbuch oder in Zeitungsannoncen, um einen Dienstleister ausfindig zu machen. Wer bei Suchmaschinen als Firma nicht auftaucht, ist für internetaffine Personen schlichtweg nicht vorhanden.

    Internet-Nutzung in Deutschland im Jahr 2011 nach Altersgruppen

    Nicht nur junge Menschen suchen ihre Informationen im Netz

  • Eine schlechte Internetpräsenz macht allerdings
    mehr kaputt als ganz

    Bekommt der Kunde den Eindruck, dass er vor einer „Bastlerseite“ sitzt; ist er schnell wieder weg. Websites, die veraltet sind, nicht funktionieren oder vor Schreibfehlern nur so strotzen, untergraben die Seriosität einer Firma. Wer sich nach außen schlecht präsentiert, verliert Vertrauen und die Kompetenz, das Problem des Kunden lösen zu können.

Lösungen

Langsame Leitung

Hier sollten als Erstes die Rechnereinstellungen kontrolliert und ein Speedtest (wie schnell ist die eigene Internetverbindung) durchführt werden. Wer nicht computerversiert ist, sollte sich einen Fachmann mit ins Boot holen. Eventuell können verschiedene Internetanbieter verglichen und bei Bedarf gewechselt werden. Sollte keine schnelle Leitung zur Verfügung stehen, kann Kabel-DSL, Funk oder Internet via DSL eine vorläufige Alternative sein.

Keine oder schlecht designte Homepage

Vor allem kleine Unternehmen und Freiberufler scheuen den tiefen Griff ins Portemonnaie, um mehrere Tausend Euro in eine Firmen-Homepage zu investieren. Dies ist auch gar nicht nötig. Eine kleine aber feine Website mit den nötigen Basisinformationen wie Öffnungszeiten, Anschrift und Wegbeschreibung reicht völlig aus. Kontaktdaten und eine Beschreibung der Produkte wertet die Seite zusätzlich auf. Damit die Seite seriös wirkt, muss die Farbgebung stimmen, ein vernünftiges Firmenlogo eingebaut und die Grafiken und Bilder hochwertig eingegliedert sein. Inzwischen gibt es hochwertige Webdesigner, die kostengünstig gute Basishomepages erstellen.

Ungenügender Content

Gerade Firmenneugründer scheuen sich vor den unendlichen Weiten der Paragraphen und betreiben lieber keine Website, bevor sie mit Abmahnungen etc. konfrontiert werden. Abgemahnt kann nur der werden, der dazu einen Grund liefert. Hier kann ein spezialisierter Fachanwalt Abhilfe schaffen; diese Investition wird sich schnell positiv bemerkbar machen.

Fehlende Rechtssicherheit

Wer die Planung seiner Firmenseite an eine Webagentur abgibt, braucht sich um das Thema Rechtssicherheit nicht weiter zu kümmern, da eine seriöse Agentur sämtliche Aspekte – angefangen über die Quellenangaben des Bildmaterials bis hin zum vorgeschriebenen Impressum – berücksichtigt. Für jeden, der die Erstellung seiner Website selber plant, lohnt sich das Konsultieren eines Fachanwaltes, um auf Nummer sicher zu gehen.

Handwerker bei der Arbeit

Fallbeispiel eines Handwerkers, der das World Wide Web nicht groß beachtete und nun ohne nicht mehr will

eine Umsatz- steigerung von satten 17,85 %

Handwerksbetriebe und das Internet sind manchmal wie Katz und Maus. Ein Handwerker baut Wände, verlegt Fliesen, setzt neue Steckdosen und verputzt Häuser. Menschen, die ihre Tätigkeit am PC erledigen, sind ihm eher suspekt. Dieses Gefühl implementiert, dass das World Wide Web nicht so wichtig ist; wer würde hier schon einen Handwerker suchen? Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Einen Gegenbeweis mag ein Handwerksunternehmen aus Karlsruhe antreten. Dieses gehört schon der älteren Generation an, die – so denkt man - mit DSL, LAN und Kabel-TV auf den ersten Blick nicht allzu viel anfangen kann.

Im Frühjahr 2010 entschied sich dieser Malerbetrieb mit Social Media zu starten. Ziel war nicht nur ältere Kundschaft, sondern vor allem die jüngere Generation, die vorher im Kundenportofolio des Betriebes so gut wie nicht auftauchte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Allein durch die Nutzung von Social Media Plattformen, hat der Malermeister in der Zeit von 2011 – 2012 eine Umsatzsteigerung von satten 17,85 % zu verzeichnen gehabt. Er betreibt einen eigenen Blog und lässt seine Kunden so an den Anekdoten seines Arbeitsalltags teilhaben.

Wie erwartet, kam eine neue jüngere Auftragsgruppe in seinen Kundenstamm hinzu. Jedoch wuchs interessanterweise auch der Kundenkreis der älteren Generation, was noch einmal verdeutlicht, wie präsent das Internet inzwischen in allen Altersbereichen ist.

 

Resümee

Eine eigene Homepage lohnt sich immer und muss nicht Unsummen an Kosten verschlingen, um seriös zu sein. Oftmals ist weniger mehr; lieber ein geringes Budget, welches mit der Zeit ja noch ausbaubar ist, in eine kleine Firmenseite investieren, als gar keine oder eine zusammen gebastelte Website vorzuweisen.

Auch müssen viele Kunden schon eine Hemmschwelle überwinden, wenn sie telefonisch Öffnungszeiten oder Produktbeschreibungen erfragen müssen. Viel lieber werden diese Informationen am Computer per Mausklick auf der Firmenhomepage erfragt. Hier gewinnt dann, wer eine vorzuweisen hat!

2017 wird die Hälfte der Weltbevölkerung mit dem Netz verbunden sein.

Zusätzlich sprechen Statistiken und Zahlen ihre eigene Sprache. Nicht nur, dass Deutschland im Vergleich zu den skandinavischen Ländern in Sachen Onlinepräsenz auf Platz 6 liegt, auch die Prognosen zum Datenverkehr im Internet sind eindeutig. So wird sich - nach vorsichtiger Schätzung - im Jahr 2017 der Datenverkehr im Internet verdreifacht haben. Die Hälfte der Weltbevölkerung wird mit dem Netz verbunden sein, was unter anderem auf das rasante Wachstum des mobilen Internet zurück zu führen ist. Zusätzlich soll sich bis 2017 der Anteil an Tablets und internetfähigen Mobiltelefonen um satte Zwölf Prozent erhöhen.

Prognose zum Datenvolumen des privaten Internet-Traffics weltweit in den Jahren 2010 bis 2017 (in Petabyte pro Monat)

Das Internet ist die größte Anlaufstelle zum Informationsaustausch- Tendenz steigend.

Für viele Menschen ist es jetzt bereits selbstverständlich, immer und überall ins Netz zu können und sich ihre Informationen über Firmen vor Ort online zu suchen. Umso wichtiger wird es für den Mittelstand sein, eine durchsetzungsfähige und aussagekräftige Homepage zu führen.

  
    

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