Wo das Gigabit ankommt

Für 7.384 Orte steht hier je eine Seite: welche Anbieter dort schalten, was ihre Tarife über die volle Laufzeit kosten und wie weit die Leitungen reichen. Geordnet sind die Orte nicht nach dem Bundesland, sondern danach, für wie viele Haushalte tausend Megabit bestellbar sind. In der Mitte des Bestandes sind das 67 Prozent.

Zwei Netze, und beide zählen mit

Gigabit heißt in Deutschland zweierlei. Es kommt aus der Glasfaser, die neu verlegt wird, oder aus dem Fernsehkabel, das seit den Achtzigern in der Straße liegt und aufgerüstet wurde. Für den Anschluss an der Wand macht das einen Unterschied beim Upload; für die Frage, ob tausend Megabit überhaupt zu haben sind, macht es keinen.

Deshalb zählt diese Seite beides. Das Ergebnis über den ganzen Bestand:

Hinter den Ortsnamen steht die Gigabit-Quote: der Anteil der Haushalte im Ort, für die tausend Megabit bestellbar sind, über Glasfaser oder über das Fernsehkabel. In der ersten Liste fehlt sie, dort ist sie überall null. Was in dieser Zahl nicht steckt, steht unter den Listen.

Ohne Gigabit

466 Orte, zusammen 967.421 Einwohner. Im Ortsnetz liegt weder ein Kabel- noch ein Glasfaseranschluss, der tausend Megabit trägt. Hier läuft alles über die Telefonleitung.

Die 30 größten von 466. Die übrigen stehen in den Landeslisten weiter unten.

Erste Straßenzüge

1.301 Orte, zusammen 4.616.243 Einwohner. Bis zu einem Viertel der Haushalte. Meist ein Neubaugebiet oder ein einzelner Ortsteil, an dem gebaut wurde.

Die 30 größten von 1.301. Die übrigen stehen in den Landeslisten weiter unten.

Etwa die Hälfte

1.502 Orte, zusammen 11.369.538 Einwohner. Ein Viertel bis knapp zwei Drittel. Hier entscheidet die Straße, nicht die Gemeinde.

Die 30 größten von 1.502. Die übrigen stehen in den Landeslisten weiter unten.

Der größere Teil

2.274 Orte, zusammen 46.958.390 Einwohner. Zwei Drittel bis neun Zehntel. Wer hier kein Gigabit bekommt, wohnt am Rand.

Die 30 größten von 2.274. Die übrigen stehen in den Landeslisten weiter unten.

So gut wie überall

1.841 Orte, zusammen 17.938.666 Einwohner. Neun von zehn Haushalten und mehr. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern von wem.

Die 30 größten von 1.841. Die übrigen stehen in den Landeslisten weiter unten.

Was die Quote sagt und was nicht

Die Prozentzahl hinter jedem Ort ist ein Anteil an den Haushalten der Gemeinde, gemeldet an den Breitbandatlas des Bundes. Drei Dinge stecken nicht darin, und an ihnen hängt mehr als an der Nachkommastelle.

Sie gilt für Haushalte, nicht für Fläche. Eine Gemeinde mit 80 Prozent hat vier von fünf Haushalten am Gigabit, und das sind fast immer die dicht bebauten. Wer am Ortsrand wohnt, gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zum letzten Fünftel. Die Quote beantwortet die Frage „wie steht es hier“ und nicht die Frage „bekomme ich es“. Letztere beantwortet nur die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters, mit deiner Hausnummer.

Sie ist eine Meldung, keine Messung. Was der Atlas führt, haben die Netzbetreiber selbst gemeldet. Wo ausgebaut, aber noch nicht gemeldet wurde, steht die Gemeinde zu schlecht da. Auf den Ortsseiten fällt das auf: Dort stehen Tarife, die es laut Atlas nicht geben dürfte.

Der Upload steht nicht darin. Ein Gigabit über Kabel bringt meist 50 Megabit nach oben, eines über Glasfaser oft 500 oder mehr. Für Videokonferenzen, Cloud-Sicherungen und alles, was aus dem Haus geht, ist das der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Netzen. Er steht bei jedem Tarif einzeln dabei.

Oder nach Bundesland

Die vollständigen Listen, jede Gemeinde mit ihrer Ausbaulage: